Monat: Oktober 2015

 

Preview -Geh und spiel mit den Riesen- 10.10.

Villa Stuck / 10.10.2015 / 17 h

Die Ausstellung »Geh und spiel mit dem Riesen! Kindheit, Emanzipation,und Kritik« zeigt über 80 Werke internationaler, zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich mit der Projektion und sozialen Konstruktion von Kindheit be­fas­sen.

Die Ausstellung ist eine Einladung an Kinder und Erwachsene, sich mit Fragen des Kindseins zu beschäftigen.Es hinterfragt Konventionen, aus denen sich die soziale und politische Einschätzung von Kindheit herleiten. In den künstlerischen Arbeiten geht es um die oft widersprüchlichen Vorstellungen von Kindheit, um die Sehnsucht nach dem in der Natur und in Freiheit aufwachsenden Kind, dem autonomen, selbstbestimmten und dem leistungsfähigen, angepassten, dem in einer industrialisierten und ökonomisierten Gesellschaft funktionierenden Kind.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Stimmen der Gegenwartskunst, die Kindheit nicht isoliert als Alters- oder Entwicklungsstufe betrachten, sondern im Widerstreit mit gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bedingungen.

»Erwachsene sind nur ein biss­chen größer« und »das Erwachsensein letzt­lich eine Sache größerer Erfahrung«, sagt Hans-Joachim Gelberg, der mit »Geh und spiel mit dem Riesen« im Jahr 1971 sein berühmtes, für die Ausstellung titelgebendes Jahrbuch der Kinderliteratur herausgegeben hat.

Entlang der Schlüsselbegriffe Dschungel, Monster, Roboter, Riesen sowie Kawaii führt ein Parcours durch die Ausstellung, für den die Künstlerin Mirjam Thomann ein Raumkonzept entwickelt hat. Die Ausstellungsarchitektur mit ihren multifunk­tio­na­len Modulen, die den programmatischen Titel »Raum für dicke Kinder und schlechte Laune« trägt, präsentiert und schützt die ausgestellten Kunstwerke und lädt gleichzeitig zur Benutzung ein. Durch die doppelte Funktion des Displays reagiert Thomann auf das Bedürfnis der Kinder, sich zu bewegen und hinterfragt dabei jene Tendenzen, die Aktivität, Lebendigkeit und gute Laune zum allgemeingültigen Paradigma für das Kindsein erheben. Ziel dieser Präsentation ist eine enge Verflechtung und Interaktion von Besucherinnen und Besuchern mit den Kunstwerken.

Eine Ausstellung des Museums Villa Stuck. Kuratorinnen: Eva Maria Stadler, Anne Mar; 11.Okt.2015 – 10.Jan.2016