Monat: Juni 2015

 

Mitgliederversammlung 24.06.

Villa Stuck / 24.06.2015 / 19h

Der Vorstand des Vereins zur Förderung der Villa Stuck e.V. lädt seine Mitglieder zur diesjährigen ordenlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 24.Juni 2015 ein.

Preview EVELYN HOFER & HANS CHRISTIANSEN 16.06.

Villa Stuck / 16.06.2015 / 19:30 h

Die Retrospektive zu EVELYN HOFER zeigt in einer Auswahl von etwa 200 Arbeiten das Werk der »berühmtesten ›unbekannten‹ Fotografin Amerikas« (Hilton Kramer), die von 1922 bis 2009 gelebt hat. Ihr vielseitiges Oeuvre erstreckt sich seit den 1940er-Jahren über die Sujets Architektur, Landschaft, Interieur, Stillleben und Porträt und zeichnet sich besonders durch ihre berühmten Städteporträts aus.

1922 in Marburg geboren, geht Hofer nach der Emigration der Familie 1933 in der Schweiz im Fotostudio Bettina, bei Robert Spreng und bei Hans Finsler in die Lehre. Nach mehreren Jahren in Mexiko ab 1942 zieht Hofer 1946 nach New York. Dort nimmt sie ihre frei- berufliche Tätigkeit als Fotografin für Zeitschriften und Magazine auf. Hofer arbeitet 1959 an ihrem ersten Buchprojekt über Florenz, einer Auftragsarbeit zur Illustration eines Buchs über Kultur, Kunst und Architektur der toskanischen Stadt. In dieser wie in den weiteren Publikationen über London (1962), Spanien (1964), New York (1965), Washington (1966) und Dublin (1967) wird die Geschichte des Orts und der Personen, die sie auf der Straße trifft, in ihrem spezifischen Charakter und mit eigenen fotografischen Mitteln porträtiert.
Im Auftrag von Magazinen reist Hofer in den 1970er-Jahren um die Welt und hat neben Gesellschaftlichem die Kunstwelt im Fokus – es entstehen Porträts sowie Serien von Maler(inne)n und Schriftsteller(inne)n, aber auch erste Stillleben und zahlreiche Interieurs. In dieser Zeit fotografiert Hofer auch ihre Essays für Magazine wie »The London Sunday Times« und »The New York Times Magazine«.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Estate of Evelyn Hofer.

HANS CHRISTIANSEN zählt zu den markantesten Vertretern des Jugendstils, insbesondere mit seinen Entwürfen auf dem Gebiet des Kunstgewerbes. Sein OEuvre ist das virtuose Ergebnis einer Vielzahl von Inspirationsquellen: sie reichen vom Kunstgewerbe des späten 19. Jahrhunderts über die Glasfenster von Louis Comfort Tiffany und japanische Farbholzschnitte bis zu Toulouse-Lautrecs Plakatkunst und der Malerei der Nabis.

Mit seinen wegweisenden Coverillustrationen für die Münchner Zeitschrift »Jugend« prägte Hans Christiansen früh und nachhaltig das Bild des Jugendstils in Deutschland. In Paris avancierte er zum international tätigen Künstler mit Verbindungen bis nach Sankt Petersburg und wurde 1899 von Großherzog Ernst Ludwig nach Darmstadt berufen.
Hier gehörte er mit Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens zu den ersten sieben Mitgliedern der Künstlerkolonie. Auf der Mathildenhöhe tat Christiansen sich als genuiner Gesamtkunstwerker in Malerei, Architektur und angewandter Kunst sowie als virtuoser Gestalter von Lichterfesten hervor. Die erste Retrospektive überhaupt zu Hans Christiansen zeigt die ganze Bandbreite dieses vielseitigen Künstlers: vom Hamburger Frühwerk bis zum Wiesbadener Spätwerk. Präsentiert werden unter anderem sein Haus auf der Mathilden- höhe, Zimmereinrichtungen, Glasfenster, Schmuck, Plakate, Gemälde, Zeichnungen, Textilkunst und Keramik, aber auch bislang Unbekanntes wie seine Mode- und Plakatentwürfe aus den 1920er-Jahren.